Kirche St. Jakob

 
 
 
 
 

Geschichtlicher Hintergrund

 

Cham ist der älteste in Schriftquellen genannte Ort des Zugerlandes. Im Jahr 858 schenkte König Ludwig den Königshof Cham dem von ihm gegründeten Züricher Fraumünsterstift, dessen erste Äbtissin seine Tochter Hildegard war. Die Schenkungsurkunde spricht von mehreren Kirchen, ohne sie einzeln zu erwähnen. Es besteht kein Zweifel, dass eine von ihnen die nachmalige Pfarrkirche von Cham war, wenn auch aus dieser frühen Zeit keine Nachrichten über sie, ihren Standort und

ihr Patrozinium überliefert sind. Man darf als sicher annehmen, dass die frühmittelalterliche Kirche auf demselben Hügel gestanden hat, den der heutige Barockbau besetzt. Das Patrozinium St. Jakobus der Ältere dürfte seit Anfang bestanden haben und auf fränkischen Einfluss zurückgehen.

Die Chamer Kirche war im Hochmittelalter die Mitte einer Grosspfarrei, zu der ausser Cham auch Hünenberg und Meierskappel gehörten. Noch heute bilden Cham und Hünenberg zusammen eine einzige Kirchgemeinde.

 
 

Pfarrkirche St. Jakob

 

Die spätbarocke Pfarrkirche St. Jakob steht auf dem Südende eines Hügelsporns, des Kirchbühls, leicht erhöht über dem Ausfluss der Lorze aus dem Zugersee. Ihr vom gotischen Vorgängerbau übernommener, mit neugotischem Aufsatz und Spitzhelm überhöhter Turm steht übereck am Chorhaupt, weil der barocke Neubau um 45 Grad nach Norden abgedreht wurde.

Die Grundsteinlegung zur heutigen Kirche St. Jakob erfolgte am 1. Mai 1784. Im Frühjahr 1785 wurde die alte Kirche abgerissen und schon im Dezember desselben Jahres war der Rohbau fertig gestellt. Baumeister waren Jakob Singer aus Luzern und Fidel Moos aus Zug. Für die Deckenmalereien wurden die in der Innerschweiz vielbeschäftigten Maler Josef Anton Mesmer aus Saulgau und Josef Keller aus Pfronten berufen. Altarbauer war Carlo Andrea Galetti aus dem Val d'Intelvi.

Die Weihe der Kirche St. Jakob erfolgte am 26. Juli 1796.

 

Die Kirche St. Jakob wird von der Pfarrei regelmässig genutzt für Gottesdienste, Andachten, Taufen und Trauungen sowie für festliche Konzerte mit dem Kirchenchor oder anderen Orchestern.

 

Kirchenführer

 

Zur Pfarrkirche St. Jakob gibt es einen schönen Kirchenführer von Josef Grünenfelder. Sie finden darin Informationen über die Geschichte und Architektur der Pfarrkirche und der Orgel.

Der Kirchenführer kann beim Schriftenstand oder im Pfarreisekretariat für Fr. 10.-- bezogen werden.

 

Die CD "Die Orgel der Pfarrkirche St. Jakob Cham" mit Dietrich Buxtehude, J.S. Bach etc. kann ebenfalls am Schriftenstand für Fr. 10.-- gekauft werden.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

Lageplan

 
 
 
 

Auskunft und Reservation:

Pfarramt Cham

Pfarreisekretariat

Kirchbühl 10

6330 Cham

 

Tel.: 041 780 38 38 
Mail pfarramt(a)pfarrei-cham.ch